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Autorenlesung

 

Susann Pasztor 

 

Und dann steht einer auf

und öffnet das Fenster

 

18. September 2018,

19:30 Uhr

 

Begegnungszentrum margaretaS

Heinrich-Fetten-Platz, Brühl

 
 

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Foto: (c) Sven Jungtow

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Karla wird sterben. Fred wird sie begleiten. Obwohl er sich bemüht, alles richtig zu machen, handelt er sich nicht nur Karlas Zorn ein, sondern auch die Kritik seiner Supervisionsgruppe vom Hospiz. Aber zum Glück hat er noch Phil, seinen 13-jährigen Sohn, der Karlas Fotoarchiv betreuen darf.

 

Wie begegnet man einer Frau, die höchstens noch ein halbes Jahr zu leben hat?

Fred glaubt, es zu wissen. Er ist alleinerziehender Vater und hat sich zum ehrenamtlichen Sterbebegleiter ausbilden lassen, um seinem Leben mehr Sinn zu geben. Aber Karla, stark, spröde und eigensinnig, arrangiert sich schon selbst mit ihrem bevorstehenden Tod und möchte nur etwas menschliche Nähe - zu ihren Bedingungen.

 

Susann Pasztor erzählt in ihrem dritten Roman eine berührende Geschichte - warm und respektvoll, einfühlsam und direkt - hinreißend komisch.

Susann Pasztor lebt als freie Autorin und Übersetzerin in Berlin. Sie hat selbst eine Ausbildung zur Sterbebegleiterin gemacht und ist seit mehreren Jahren ehrenamtlich tätig.

 

Die Lesung mit Susann Pasztor wird von Hospiz Brühl e.V. in Kooperation mit der Buchhandlung Karola Brockmann veranstaltet. Eintrittskarten zum Preis von 8,00 Euro sind beim Hospiz Brühl e.V. und in der Buchhandlung Brockmann (Uhlstraße/Ecke Mühlenstraße, Brühl) erhältlich.

 

 

Vortrag und Diskussion

Das Herz wird nicht dement

Demenz ist nicht nur eine Störung des Gedächtnisses, sondern verändert tiefgreifend das Gefühlsleben der Betroffenen und der Angehörigen. Scham, Angst, Hilflosigkeit und viele andere Gefühle treten auf. Der Mensch hat zwei Gedächtnisse, das des Denkens und das des Herzens. Da das letztere nicht dement wird, kann daran angeknüpft werden, um Menschen mit Demenz zu erreichen und auch das Gedächtnis des Denkens zu reaktivieren.

In diesem Vortrag wird erläutert, wie Erkrankte sich und ihre Umwelt erleben, und sich dabei neue Wege der Hilfen für Demenzkranke auftun.

Referentin: Sandra Menge

Dipl.-Sozialpädagogin, Kreative Gerontotherapeutin, Dozentin beim Institut für Gerontopsychiatrie

 

22. März 2018, 18 Uhr

 

Festsaal Seniorenheim Wetterstein,

Kölnstraße 74-84, 50321 Brühl

 

Dies ist eine Gemeinschaftsveranstaltung mit

Alzheimer-Gesellschaft AUFWIND Brühl e.V.

in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk und freundlicher Unterstützung der AOK Rheinland/Hamburg.

 

 

Vortrag und Diskussion

 

Sterbebegleitung bei Muslimen

 

Die hospizliche Begleitung von Menschen mit Migrationshintergrund ist ein neues Einsatzfeld in der Hospizbewegung. In den 1950er Jahren wanderten überwiegend junge Menschen aus Südeuropa als "Gastarbeiter" ein. Diese Generation befindet sich heute im Ruhestand und verbringt den Lebensabend in Deutschland.

Im Rahmen des Vortrages werden Informationen zu Glaubensinhalten der Muslime vorgestellt und der Umgang mit Krankheit, Leid und Tod aus muslimischer Sicht beleuchtet. Kultursensible Themen werden erwähnt und Hilfestellung für die hospizliche Begleitung gegeben.

Referentin: Dr. Ferya Banaz-Yasar

Koordinatorin im Hospizdienst der Uniklinik Essen, Diplom-Biologin, Heilpraktikerin, Beiratsmitglied HPV NRW e.V.

 

26. Juni 2018, 19 Uhr

 

Begegnungszentrum margaretaS, Heinricht-Fetten-Platz, 50321 Brühl

 

Figuren- und Schauspiel zum Thema Demenz

 

23. September 2016, 19:00 Uhr

Galerie am Schloss, Passage Kreissparkasse,

Schlossstraße 10, Brühl

 

Schubladen und Fächer in einem Nähkästchen, voll mit Erinnerungen. Hier drin sollen sie sicher sein. Aber die Zettel und Fotos machen dir Angst. An manchen Tagen kannst du sie nicht mehr entziffern, erkennst die Menschen auf den Bildern kaum. Du versteckst Zettel mit Namen, mit Wochentagen und Adressen. Und dann findest du sie nicht mehr. Dein Versuch, das schleichende Vergessen zu bewältigen. Und ich? Als Kind hatte ich oft Angst, du könntest mich verlassen, aber doch nicht so...

Eine Mutter-Tochter-Geschichte, erzählt in feinfühligen Bildern und Szenen. Die Kombination aus Schauspiel und Puppenspiel erweist sich als besonders geeignet zur Darstellung dieser Beziehung und deren Veränderung durch Demenz.

Sonja Lennecke und Stefan Mensing nehmen mit dieser Produktion die belastende Situation sowohl der Menschen mit Demenz als auch der Angehörigen ernst. Das Stück berührt Tabus und schafft Raum für eine echte Auseinandersetzung. Ameli Dziemba ist es gelungen, dazu Musik zu produzieren, die die Geschichte sensibel begleitet und trägt.

Dieses Forum wird gemeinsam mit Alzheimer-Gesellschaft Aufwind Brühl e.V. veranstaltet.